Hilfe, meine Notizzettel machen sich selbstständig – erst vor kurzem habe ich meine To-do-Liste vom Möbelhaus verlegt. Der absolute Supergau… Um meine Arbeit effizienter zu machen und gleichzeitig sogar nachhaltig, teste ich jetzt das Do-Book von Bambook. Es ist ein wiederverwendbares Notizbuch mit Deckeln aus Bambus. Seid gespannt, ob der holländische Hersteller meiner Zettelwirtschaft ein Ende bereitet hat.

Eins noch vorweg: Das Do-Book wurde mir kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dennoch gebe ich ehrlich meine Erfahrungen wieder.

Ausgangssituation – Arbeiten ohne Do-Book

Ich arbeite grundsätzlich sehr digital und drucke nicht nur der Umwelt zuliebe ziemlich selten. Aber eins werde ich einfach nicht los: Ein Stapel mit vollgeschriebenen Notizzetteln. Dort tummeln sich Nummern und Namen von Anrufen, die ich entgegengenommen habe, Notizen aus Meetings (kein Laptop im Büro), Ideensammlungen und eben meine To-dos.

Ich habe immer einen extra Zettel für meine Aufgaben, um den Überblick zu halten. Mit der Zeit ist dann die Hälfte der Punkte abgehakt oder durchgestrichen, irgendwann ist mehr Unwichtiges auf der Seite als Wichtiges. Ich fange also einen neuen Zettel an und übertrage alles, was noch nicht erledigt ist… Und das Risiko ist einfach hoch, dass der Zettel verloren geht oder ich ihn lang suchen muss.

Es ist verführerisch, immer wieder Notizblöcke und Notizbücher zu verwenden. Oft bekommt man sie umsonst als Werbegeschenk und ich persönlich merke mir Dinge immer einfacher, wenn ich sie per Hand aufgeschrieben habe. Aber irgendwann ist klar: Das ständige Übertragen und vor allem das Suchen nach wichtigen Informationen in meinem Stapel ist einfach ineffizient. Und Ineffizienz nervt – gerade wenn man selbstständig ist und Zeit wortwörtlich Geld ist.

Wiederbeschreibbares Notizbuch als Lösung?

Irgendwann bin ich auf die Notizbücher von Bambook gestoßen. Und war, wie es meinem Charakter entspricht, erst einmal skeptisch. „Für jedes verkaufte Buch wird ein Baum gepflanzt“ ist heutzutage ein beliebter Marketinggag und heißt nicht unbedingt, dass das Produkt selbst auch nachhaltig ist. Als mir die Idee kam, mit wiederverwendbaren Zetteln mein Notizchaos zu beseitigen, habe ich mich aber näher damit beschäftigt. Bambook konzentriert sich im Moment voll und ganz auf wiederverwendbare Notizbücher und das passende Zubehör. Es gibt aber auch Haftzettel und eine Art Flipchart.

Bambook nennt seine Bücher „Whiteboard-Notizbücher“. Mich erinnert es eher an eine Sammlung Overhead-Folien, jeweils bedruckt mit z. B. Linierung, Kalendern oder eben To-do-Listen. Dazu gibt es den passenden Stift, mit dessen Ende man das Geschriebene wieder entfernen kann. Dem Firmennamen gemäß ist das Steckenpferd das Notizbuch, das von Bambus-Deckeln zusammengehalten wird. Die Produkte werden (Achtung nachhaltig!) in der holländischen, sozialen Werkstatt gefertigt und im Heimatland sogar per Fahrradkurier zugestellt.

Das Do-Book im Test

Mein erstes Notzibuch von Bambook ist da und ich freue mich schon irgendwie wie ein kleines Kind. Hier ist alles durchdacht, von der Notiz auf dem Paket, bis hin zum Waldbild, dem Hinweis auf ein „Bambook-Training“ und die passende Bambook-App.

Do-Book mit Einführungszettel und Paket

Ich habe mich für das Do-Book entschieden, weil es genau die Seitenformate beinhaltet, die ich brauche: Wöchentliche und monatliche To-dos, To-do-Listen zum Abhaken und sogar noch einige weiße und linierte Seiten. Das Buch werde ich vor allem für die Arbeit im Möbelhaus verwenden. Als Online Marketing Managerin muss ich vieles unter einen Hut bekommen. Und ohne Laptop ist der Zettelberg hier entsprechend größer.

Der erste Eindruck

Ich, die Buchliebhaberin, fasse natürlich zuerst über das gefräste Logo und nehme den Duft wahr. Das Notizbuch scheint mir robust, der Stift ist von Staedtler und daher auch von guter Qualität. Wir haben viele kleinere Möbelstücke aus Bambus, daher kenne ich es schon: Die Fasern sind an den Rändern vielleicht etwas brüchig und nicht ganz glatt. Ich kann damit gut leben und denke auch nicht, dass es damit Probleme gibt, wenn man das Buch z. B. öfter aus einem Rucksack zieht.

Einer der ersten Punkte, die mir auffallen: Alles ist Englisch. Sowohl das Einführungs-Blatt als auch die Innenseiten. Ersteres ist clever durch einen QR-Code für anderen Sprachen gelöst. Die englischen Tagesbezeichnungen findet man in Notizbüchern wohl häufiger. Mich persönlich stört es nicht, aber für den einen oder anderen ist es vielleicht gewöhnungsbedürftig.

Pro und Contra bei der Verwendung

Ich teste natürlich direkt drauflos und organisiere das Buch nach meinen Vorstellungen. Bei den linierten Seiten konzentriere ich mich auf die drei Notizthemen, die eher kurzweilig sind: Punkte, die ich mit dem Chef besprechen will, Notizen zu Telefonaten und Mitschriften aus Meetings. Bei den eigentlichen To-do-Listen fehlt mir ein bisschen die Unterteilung zwischen „kurzfristig“ und „langfristig“, was ich aber schnell selbst anpasse. Dafür gibt es einen Haken für „important“. Toll ist auf jeden Fall, dass man durch die monatlichen Kalender zumindest ein Stück weit eine bessere Übersicht über kommende Projekte und Termine schafft.

Der Monatsplaner im Do-Book von Bambook
Die Monatsübersicht kommt wie der Rest auf Englisch daher. Hier sind die Möglichkeiten zur freien Gestaltung ein Plus.
Die Todo-Liste im Do-Book von Bambook

Smart: Die Notizen lassen sich durch die eigene App digitalisieren. Vorab habe ich schon gesehen, dass die App nicht so gut bewertet wird. Ich persönlich habe sie bisher noch nicht genutzt, weil meine Schrift, gerade mit so einem Fineliner auf glatter Oberfläche, echt zu wünschen übrig lässt. Notizen, die ich aufheben will, werde ich dann in Zukunft schnell abtippen.

Es ist auf jeden Fall genug Platz, so dachte ich am Anfang. Nach der ersten Woche fiel auf, wie viele Notizen bei der Arbeit doch anfallen. Aber genau das war ja der Punkt: Nicht alles ewig aufheben, sondern direkt nachbereiten und geordnet behalten, was wichtig ist. Das klappt bisher echt gut und gibt mir ein gutes Gefühl.

Definitiv kleines Manko: Gerade auf den Seiten, die noch nicht beschrieben wurden, hakt der Stift immer beim ersten Buchstaben. Er gibt also eigentlich erst mal keine Farbe ab. Das ist mittlerweile schon besser geworden. Auch Wegwischen klappt gut. Kleiner Tipp: Die Rückseite der Stifts wirklich nur für kleine Korrekturen verwenden und diese mit Wasser abwischen, sobald es beim Korrigieren schmierig wird. Ich habe mir mittlerweile aus einem alten T-Shirt und einem Stück Schwamm etwas für größere Stellen gebastelt. Natürlich gibt es dafür aber auch etwas im Bambook-Shop.

"Hier steht etwas, was ich gleich wegwische"
Test vom Wegwischen mit der Rückseite des Bambook-Stifts

Fazit

Nach meinem Test bin ich absolut Fan vom Do-Book. Es ist eine clevere Lösung von einem Team, das für Gesellschaft und Umwelt Verantwortung übernehmen will. Wenn ich daran denke, wie viele Zettel ich allein in einer Woche beschrieben hätte, bin ich froh, das Helferlein gefunden zu haben. Ein paar kleine Punkte Abzug gibt es. Ich werde das Notizbuch aber sehr gern benutzen – vielleicht kommt noch ein zweites mit Textatelier-Logo dazu. 😉